RETOURO* – ein Siegel verhindert Retouren-Missbrauch!

Der von ’markt intern’ entwickelte RETOURO ist ein Siegel aus besonders reißfestem Papier und wird vom Händler mit einem speziellen Einweg-Bändchen an der Ware befestigt. Das Siegel kann von der Ware nicht entfernt werden, ohne dass es zerstört wird. Entfernt der Kunde das RETOURO-Siegel, artikuliert er damit seinen Kaufwillen und muss die Ware behalten. Der RETOURO ermöglicht dem Kunden, dass er Ware ohne Einschränkungen bei sich zu Hause anschauen und ausprobieren kann. Der RETOURO verhindert aber, dass der Kunde die Ware kurzfristig in Gebrauch nimmt, um sie anschließend dem Händler zurückzugeben! Aufgrund unterschiedlicher Ausgangs- und Gesetzeslagen gibt es den Retouro in zwei Ausführungen:

Der RETOURO (orange) wurde von ’markt intern’ speziell für Online-Käufe entwickelt

Der Gesetzgeber hat Endverbrauchern bei Fernabsatzverträgen – also auch bei Online-Käufen – ein 14-tägiges Widerrufsrecht (§§ 312b, 312d i.V.m. 355 des BGB) eingeräumt, damit dieser die Ware testen kann. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Regelung häufig missbraucht wird. Beispiel: Eine Kundin bestellt für eine Silvester-Party in einem Online-Shop unmittelbar nach Weihnachten ein Cocktail-Kleid und erhält dieses rechtzeitig zugeschickt. Sie beabsichtigt allerdings von vornherein, das Kleid nur zur Party anzuziehen und es danach binnen 14 Tagen im Rahmen ihres Widerrufsrechts an den Online-Shop zurückzusenden.

Retouren-Missbrauch weit verbreitet!
Der Online-Handel leidet unter derartigem Retouren-Missbrauch – in den USA ’Wardrobing’ genannt –, denn abgesehen von dem hohen Verwaltungsaufwand des Händlers ist die zurückgeschickte Ware oftmals wegen Gebrauchsspuren nicht weiter verkäuflich und muss im Wert abgeschrieben werden.

Der RETOURO (orange) verhindert nun, dass der Kunde die Ware über eine übliche Prüfung hinaus in Gebrauch nimmt. So kann der Kunde die Ware nicht in der Öffentlichkeit präsentieren, ohne dass dabei der Retouro auffällt. Im genannten Beispiel kann die Kundin das Kleid deshalb nicht für ihre Silvester-Party gebrauchen.

Wichtig ist, dass die Verwendung des RETOURO (orange) in die AGB des Händlers einfließt und Bestandteil des Kaufvertrags wird. Nur so kann der RETOURO (orange) seine rechtliche Wirkung entfalten (wofür wir aufgrund fehlender Leitentscheidungen allerdings keine Garantie übernehmen können). Händler, die den RETOURO (orange) bestellen, erhalten die von Anwälten entwickelten AGB-Klauseln dazu.

RETOURO (grün) ist ein Helfer rein für den stationären Kauf


Auch im stationären Geschäft besteht die Gefahr eines Nutzungsmissbrauchs, wenn der Händler dem Kunden Ware zur Ansicht mit nach Hause gibt. Auch hier verhindert der RETOURO, dass sich ein arglistiger Kunde Ware mal „kurzfristig ausleiht“.

Da der Gesetzgeber dem Kunden beim Kauf im stationären Geschäft keine Testmöglichkeit außerhalb des Ladengeschäfts und damit kein Widerrufsrecht (wie beim Online-Kauf) einräumt, handelt der Händler rein aus Kulanz, wenn er seinem Kunden Ware mit nach Hause gibt. Die rechtliche Gestaltung der AGB-Klauseln zum RETOURO für den stationären Kauf gestaltet sich darum wesentlich einfacher. Selbstverständlich erhalten Händler, die den RETOURO (grün) bestellen, aber auch hier die von ’mi’-Anwälten entwickelten AGB-Klauseln kostenlos mitgeschickt.

 
Bitte beachten Sie folgenden Hinweis!

* Mit dem RETOURO soll es dem guten, inhabergeführten stationären Fachgeschäft erleichtert werden, sich für den wachsenden Online-Handel fit zu machen. Um die Chancengleichheit zu wahren, erhalten reine Online-Händler keine RETOURO-Lizenz. Der RETOURO ist ein eingetragenes Markenzeichen des ’markt intern’-Verlags/Düsseldorf.