* 27.2.1892 bis † 27.2.2018 - R.I.P. Diesel!

Ein Kommentar von 'markt intern'-Herausgeber Olaf Weber

mi-Herausgeber Olaf Weber

Am 27.2.1892 meldete der Eisfabrikspezialist und Erfinder Rudolf Diesel beim Kaiserlichen Patentamt ein Patent auf eine 'Neue rationelle Wärmekraftmaschine' an, eine Idee, die zum Initialzünder des späteren Dieselmotors wurde. Und welch ein Zufall: An genau dem gleichen Tag, nur 126 Jahre später, verurteilt das Bundesverwaltungsgericht über die Legitimierung von Fahrverboten den Diesel quasi zum Tode und vernichtet damit Vermögenswerte von Privatleuten, Handwerkern und Gewerbetreibenden in Milliardenhöhe. Wer bald zu Fuß gehen oder, nach der Umweltzonen-Einführung, ein weiteres Mal sein Konto räumen muss, ist klar. Wer nicht, auch. Jürgen Resch jedenfalls, Bundesgeschäftsführer der Klägerin Deutsche Umwelthilfe (DUH), hat damit kein Problem. Stattdessen outete er sich vor wenigen Jahren in der 'taz' als "Vielflieger", ein berufliches "Dilemma" für ihn.

Als "schallende Ohrfeige für die Bundesregierung" kommentierte seine DUH das Urteil auf ihrer Homepage, mit dem erkennbaren Ziel, zur bösen Merkel-Administration auf Abstand zu gehen und damit Unabhängigkeit zu demonstrieren. Nur: Sowohl die Ohrfeigenaussage, als auch das Unabhängigkeitsgetue sind dazu angetan, dem Beobachter Sand in die Augen zu streuen. Stattdessen handelt es sich offensichtlich um ein abgekartetes Spiel mit gleichem Ziel. Anders lässt sich nicht erklären, dass die verklagte Bundesregierung ihren Kläger DUH seit Jahren mittels Beauftragung einer Vielzahl von Projekten in jährlicher Millionenhöhe finanziert und damit erst den kruden Erfolg möglich gemacht hat. Tatsächlich trifft die Ohrfeige daher einen anderen: Sie ist in meinen Augen ein brutaler, über Bande geführter, Schlag der Bundesregierung gegenüber Unternehmern wie Bürgern, auch der Industrie, ein weiterer Anschlag auf Eigentum und Freiheit. Zumal das Quasi-Aus des Diesels erst der Anfang sein soll, kann man sich nur wünschen, dass sie möglichst bald dafür die passende Wähler-Quittung bekommt.

P.S.: Sähe ich nicht so viele Händler unter den besonders Leidtragenden, würde ich eine ähnlich passende (Käufer-)Quittung auch einem namhaften Teil der deutschen Automobilindustrie, insbesondere VW, wünschen. Es ist nicht zuletzt ihrer Feigheit vor vermeintlichen Umweltverbänden samt der Politik zu verdanken, dass sie sich dazu entschloss, lieber ihre Kunden zu betrügen. Aus deren Sicht kann es nur lauten: Wer solche 'Freunde' hat, benötigt keine Feinde mehr.